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Die Université de Lorraine entstand 2012 aus der Fusion der Universität Nancy und der Universität Metz, sie hat jedoch eine Geschichte, die bis in das 16. Jahrhundert zurückgeht. Heute hat die Universität über 7.000 Mitarbeiter und 60.000 Studierende, wovon etwa 16% internationale Studierende aus über 160 Nationen sind. Das universitäre Angebot ist sehr breit gefächert, wodurch die Lehre auf verschiedene Standorte verteilt ist. Die Fakultät für Medizin, Hebammenwesen und Gesundheitsberufe ist am Campus Brabois Santé in Vandoeuvre les Nancy angesiedelt.
Das Medizinstudium in Frankreich ist generell komplett anders aufgebaut als in Deutschland. Man kann nicht direkt mit dem klassischen Medizinstudium beginnen, sondern muss über das sogenannte „PASS“ oder „L.AS“ dazu Zugang bekommen. Man beginnt quasi ein anderes Bachelorstudium und wechselt nach frühestens einem Jahr in den Medizinstudiengang. Im PASS studiert man einen „Health Major“ mit einer Nebenfachrichtung außerhalb des Gesundheitsbereichs und kann sich nach einem Jahr mit einer Auswahlprüfung auf den Medizinstudiengang bewerben. Im L.AS wird das Studium mit einem Hauptstudienfach außerhalb des Gesundheitssektors begonnen, man belegt aber zusätzliche Gesundheitsmodule (etwa 10 ECTS pro Jahr) und kann sich anschließend ebenfalls basierend auf den akademischen Leistungen und einer Aufnahmeprüfung auf den Medizinstudiengang bewerben.
Das eigentliche Medizinstudium wird aufgeteilt in das sogenannte „DFGSM“ (Diplôme de Formation Générale en Sciences Médicales), „DFASM“ (Diplôme de Formation Approfondie en Sciences Médicales) und „Internat“ (Facharztausbildung). Das DFGSM geht vom 2.-4- Jahr und ist das Grundstudium, es entspricht etwa dem vorklinischen Abschnitt in Deutschland. Der Fokus liegt auf den theoretischen Grundlagen und ersten klinischen Praktika. Das DFASM geht vom 5.-7. Jahr, hier gibt es intensivere klinische Abschnitte in verschiedenen Fachbereichen und man wählt einen bevorzugten medizinischen Fachbereich. Am Ende des 6. oder 7. Studienjahrs folgt außerdem ein nationaler Auswahltest, der sogenannte ECNI (Examen Classant National Informatisé), welcher je nach Platzierung über die Wahl der Fachrichtung sowie den Ort der Facharztweiterbildung entscheidet. Das „Internat“ bzw. die Facharztausbildung geht 3-7 Jahre, abhängig von der ausgewählten Fachrichtung. Nach der Abschlussarbeit schließt man mit dem Diplôme d’État de Docteur en Médecine, dem staatlichen Doktortitel, die Ausbildung ab.
Wie erwähnt bewirbt man sich nicht auf das Medizinstudium direkt, sondern auf PASS-oder L.AS-Studiengänge, worüber ein späterer Zugang bzw. eine Bewerbung auf das eigentliche Medizinstudium ermöglicht wird. Diese Auswahl erfolgt auf Basis von den Studienleistungen und Aufnahmeprüfungen. Gute Französischkenntnisse werden vorausgesetzt und müssen nachgewiesen werden. Die Bewerbung für PASS/L.AS läuft für französische Bewerber sowie EU-Bürger über Parcoursup, nicht über die Universität selbst.
andoeuvre-les-Nancy liegt im Südwesten von Nancy. Während Nancy selbst rund 105.000 Einwohner hat, wohnen in der Gemeinde Vandoeuvre-les-Nancy etwa 30.000 Menschen. Trotz dieser eher überschaubaren Größe ist die Universitätsstadt sehr lebendig, nicht zuletzt durch die verschiedenen Einrichtungen der Université de Lorraine. Neben der medizinischen Fakultät sind nämlich auch andere Fakultäten dort angegliedert. Nancy und das Umland sind nach der Studierendenzahl (55.000) sogar die drittgrößte Universitätsstadt Frankreichs und eine der beliebtesten Studentenstädte.
Wohnmöglichkeiten gibt es genügend: Man kann sowohl in den CROUS-Studentenwohnheimen unterkommen, die meist etwas preiswerter sind, als auch in privaten Unterkünften. Durch die gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist der gesamte Umkreis gut zu erreichen, sowohl die verschiedene Campusse, das Zentrum von Nancy und auch andere Städte in Frankreich. Nach Paris fährt man mit dem Zug beispielsweise nur etwa 1,5 Stunden. Durch die Lage im Nordosten des Landes sind außerdem die Nachbarländer Deutschland, Luxemburg und Belgien schnell erreichbar. Das ist sicherlich auch für heimatverbundene Studierende interessant.
In Nancy gibt es 8 universitäre Mensen mit günstigen Preisen, zudem zahlreiche Cafés und Märkte. Die Universität bietet über 70 Sportkurse an und auch kulturell hat die Stadt universitätsintern und allgemein einiges zu bieten. Es gibt eine Großzahl an Studentenclubs in nahezu jedem Themenbereich.
Das Medizinstudium in Lorraine/Nancy wird europaweit anerkannt.
Du möchtest in Lorraine/Nancy Medizin studieren? Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung ist StudiMed ein Experte rund um das Thema Medizinstudium im Ausland. Das Kölner Unternehmen hat bereits über 2.000 Abiturienten/innen bei der Verwirklichung ihres Traums vom Medizinstudium geholfen. Das Team von StudiMed begleitet dabei seine Kunden auf dem gesamten Weg ihres Studiums von der Einschreibung bis zur Approbation: Bei der Wahl der passenden Universität, über das Zulassungsverfahren, kostenlosen Kursen und etwaige erforderliche Lernangebote für Aufnahmetests und Studium, bis zur Organisation des Lebens vor Ort. Den neuen Studenten/innen steht vor Ort ein fester StudiMed-Ansprechpartner zur Seite, der sie bei der Wohnungssuche und Behördengänge in der Landessprache unterstützt.